Kategorie: Allgemein

Edeka ist auf dem Holz Weg

Vielleicht stoßen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf darauf: Edeka hat sich lustige Namen für die Kundengänge ausgedacht, zum Beispiel Konserven Gasse oder Hygiene Weg. Wir zeigen die Straßen in einer kleinen Bilderschau.

Von Andrea Rayers

Lust auf einen kleinen Rundgang? Dann kommen Sie mit und klicken Sie sich durch unsere Bilderschau! Aber ziehen Sie sich warm an: Liebhabern korrekter Orthografie könnte hier der eine oder andere Schauer über den Rücken laufen …

1. Hygiene Weg

Erster Halt: der Hygiene Weg. Das Deppenleerzeichen zwischen den beiden Nomen ist leider ein hässlicher Fleck auf der Rechtschreib Weste.

2. Back Straße + Konserven Gasse

Okay, okay, wir haben das Prinzip verstanden: Hier gibt’s das Deppenleerzeichen gratis zum Einkauf dazu.

3. Waschmittelweg

Gönnen wir uns doch hier eine kurze Verschnaufpause: Grund- und Bestimmungswort sind korrekterweise zusammengeschrieben. Na also!

4. Tee-Straße

Ja, wie jetzt? Ein Bindestrich zwischen den beiden Bestandteilen ist natürlich auch richtig – aber zählt denn das Gebot der Einheitlichkeit gar nicht mehr?

5. Mayo-Ketchup-Senf-Weg

Herzlich willkommen auf der Königsallee der Straßennamen: ein vierteiliges Kompositum, das korrekt durch Bindestriche verbunden ist – das nennen wir große Klasse! Am Ende unseres Rundgangs scheint das Prinzip wirklich verstanden worden zu sein …

6. Essig-Öl Gasse

Nun ja, es wäre auch zu schön gewesen.

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Shadow

Endlich: Die 0 kriegt einen Strich!

Wie sieht eine Schrift aus, die sich nicht an kommerziellen Wünschen orientiert, sondern konsequent an der besten Leserlichkeit? Das kann jetzt jeder auf dem eigenen Rechner sehen: Der Font „Atkinson Hyperlegible“ des Braille-Instituts kostet nichts und sieht auch noch gut aus.

Von Stefan Brunn

Diese besondere Schrift zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie ähnliche Zeichen möglichst deutlich voneinander unterscheidet. Deshalb hat die Null hier einen Rückstrich erhalten. Und auch bei üblichen Problemkandidaten wie 1Iil hat man sich viel Mühe gegeben, die Formen voneinander abzugrenzen:

Wie gut sich das auswirkt, sehen Sie an den beiden Bildbeispielen. Oben erkennt man auch bei verschwommener  Sicht noch die Unterschiede zwischen großem und kleinem „i“ sowie zum kleinen „l“. Unten dagegen, bei der Arial, sind diese Unterschiede fast nicht mehr zu erkennen.

Der Font richtet sich zwar in erster Linie an Leser*innen mit Sehschwäche. Aber auch für alle anderen ist sie supergut lesbar – und sieht nicht mal schlecht aus! Auch enthält sie mehrere Hundert Sonder- und Akzentzeichen wie etwa das deutsche ß oder Ä.

Der Font ist frei verfügbar unter

https://brailleinstitute.org/freefont

Der Name der Schrift leitet sich übrigens vom Gründer des Braille-Instituts J. Robert Atkinson ab.

Der Fernseher oder das Radio muss leise sein!

Muss es hier in der Überschrift nicht „müssen“ heißen? Oder stimmt der Satz so? Wir erklären die Faustregel dazu.

Von Hannah Molderings

Zunächst müssen wir unterscheiden, ob das „oder“ im Satz ein ausschließendes oder ein einschließendes ist. Das bedeutet: Kommt nur eine der beiden Möglichkeiten in Betracht oder sind beide möglich? Danach richtet sich, ob das Verb im Singular oder im Plural stehen muss.

1. Es kann nur einen geben …

Es ist klar, dass es nur einer sein kann! Werden die Subjekte mit einem ausschließenden „oder“ verbunden, steht das Verb in der Regel im Singular.

Beispiele:

  • Ich weiß nicht, ob Tim oder Jens es getan hat.
  • Entweder die Spülmaschine oder die Waschmaschine wird jetzt ausgeräumt!
  • Die Chefin beziehungsweise ihr Stellvertreter wird Stellung nehmen.

Es kommt hier jeweils nur eine der beiden Möglichkeiten in Betracht, deshalb steht das Verb im Singular. Die Wörtchen „entweder“ und „beziehungsweise“ deuten übrigens schon deutlich an, dass es sich hier um eine ausschließende (exklusive) Bedeutung handelt. So ist es auch bei dem Titel-Beispiel: „Der Fernseher oder das Radio muss leise sein!“ Gemeint ist hier ein ausschließendes „entweder“ – der Singular „muss“ ist also korrekt.

2. Es können beide sein …

Es ist NICHT klar, dass es nur einer von beiden ist! Beide Möglichkeiten kommen in Betracht. Werden die Subjekte mit einem einschließenden „oder“ verbunden, steht das Verb in der Regel im Plural.

Beispiele:

  • Ich nehme an, dass deine Lehrerin oder dein Bruder dir helfen können.
  • Zahnschmerzen oder Bauchschmerzen sind die Folge vom Genuss vieler Süßigkeiten.

Hier kommen jeweils beide Möglichkeiten in Betracht, deshalb steht das Verb im Plural.

Übrigens ist diese Zweiteilung wirklich nur eine Faustregel. Man kommt mir ihr ganz gut durchs Leben. Wer sich aber ein bisschen einfuchst in die Materie „Kongruenz bei oder“, der stößt auf viele Ausnahmen, Widersprüche und Zweifelsfälle. Der Teufel ist halt doch ein 🐿️!

Wikipedia-Tabelle: Wer gendert wie?

Doppelpunkt, Sternchen, Unterstrich, Mediopunkt – beim Gendern konkurrieren etliche Zeichen um die Gunst der, tja: Nutzer:*_Innen. Die deutschsprachige Wikipedia bietet neuerdings eine Übersicht mit vielen Entscheidungen von Behörden, Medien und Firmen.

Von Stefan Brunn

Die Lufthansa nutzt den Doppelpunkt, Microsoft bevorzugt das Sternchen, viele andere dagegen überlassen der Belegschaft die Wahl zwischen mehreren vorgegebenen Optionen: In der besagten Wikipedia-Liste dominiert zwar der Genderstern, aber ein einheitliches Bild gibt es weder bei den Kommunen noch bei den Medien, Hochschulen oder Firmen. Zumal nur diejenigen aufgelistet werden, die sich FÜR eine Form des Genderns entschieden haben und nicht DAGEGEN. Der Wikipedia-Eintrag lautet ja eben auch:

Liste von deutschsprachigen Einrichtungen, die Genderzeichen nutzen

Drei Paar Schuhe bei Zwischenüberschriften

Zwischenüberschriften sind sinnvoll, weil sie uns innerhalb eines Textes Orientierung geben. Man kann damit aber auch Verwirrung stiften – wenn man verschiedene Typen durcheinanderwirft. Wir liefern eine ganz einfache Systematik!

Von Stefan Brunn

Wir lieben es, wenn uns ein Text Orientierung gibt und wenn er einheitlich strukturiert ist. Das gilt besonders für Zwischenüberschriften. Am besten funktionieren sie, wenn nur Zwischenüberschriften der gleichen Art vorkommen:

Rein systematische Überschriften
Rein systematische Zwischenüberschriften findet man häufig in formellen Dokumenten oder Protokollen, aber auch Wikipedia baut seine Artikel so auf. Die Überschiften haben die Aufgabe, rein kategorisch zu erklären, was im nächsten Abschnitt folgen wird: der Hintergrund eines Ereignisses? Die Ziele, die erreicht werden wollen? Ein Ausblick? Beispiele:
• Sachverhalt, Stellungnahme, Votum
• Leben, Werke, Ehrungen, Literatur

Rein inhaltliche Überschriften
Wer solche Überschriften liest, erfährt vorab einen Teil dessen, was der inhaltliche Kern des nächsten Absatzes ist. Beispiele:
• Visavergabe für afghanische Ortskräfte verzögert
• Notarvertrag stellt Einklang mit dem Ministergesetz sicher

Gemischte Überschriften
Eine Mischung der beiden Typen wird meist mit einer Doppelpunkt-Konstruktion gelöst: Der erste Teil bestimmt die Systematik („Prognose“), der zweite Teil gibt einen inhaltlichen Vorgeschmack. Beispiele:
• Prognose: Ein Extrem-Winter kündigt sich an
• Hintergrund: Welche Rechte haben Verbraucher*innen?

Mit gerade eben noch freundlichen Grüßen

Beendet man einen Brief auch dann „mit freundlichen Grüßen“, wenn man innerlich vor Wut kocht? Die Gesellschaft für deutsche Sprache erklärt, ob diese Grußformel in so einem Fall passend ist – und erwägt Alternativen.

Von Andrea Rayers

Der Kollegin schickt man „liebe Grüße“, den Sachbearbeiter der Krankenkasse entlässt man „mit freundlichen Grüßen“. Aber was schreibt man, wenn man in einem unerfreulichen Briefwechsel steckt und sich am liebsten mit einem gepfefferten „Erzürnte Grüße“ verabschieden möchte?

Für die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist die Sache klar: Auch in einem solchen Fall sollte am Briefende „Mit freundlichen Grüßen“ stehen. Dies sei laut DIN-Norm 5008 eben die Standardformel in geschäftlicher Korrespondenz. Sie werde in aller Regel auch bei Mahnungen, Beschwerden und anderen eher unangenehmen Inhalten verwendet.

Die Formel sei einfach ein Ausdruck von Professionalität, erklärt die GfdS in ihrer Zeitschrift „Der Sprachdienst“. Allgemein werde „Mit freundlichen Grüßen“ als neutrale, unpersönliche und quasi inhaltsleere Floskel verstanden, mit der überhaupt keine Wertung zum Ausdruck gebracht wird.

Die DIN 5008 erlaubt natürlich, diese Grußformel abzuwandeln. Daher bieten sich in solchen Fällen, in denen einem partout keine „freundlichen Grüße“ aus der Feder fließen wollen, andere Formeln an: „Es grüßt Sie“, „In Hoffnung auf eine klärende/schnelle/positive Antwort“, „In Erwartung einer Klärung“ oder auch „Mit Bitte um baldige Antwort/Bearbeitung“.

Verkneifen sollte man sich Ausdrücke wie „Hochachtungsvoll“, womit die meisten Menschen wohl Ironie oder größtmögliche Distanz zum Ausdruck bringen wollen. Der Ausdruck gilt aber als hoffnungslos verstaubt und kann sogar als höhnisch verstanden werden. Stattdessen wahrt man am besten immer die Form und greift selbst dann auf die Standard-Floskel zurück, wenn man schon alle Synonyme zu „wutentbrannt“ vor dem geistigen Auge durchgespielt hat.

Wollen Sie das Haus mit Grundstück oder ohne?

In der Pressearbeit kursieren mehrere Worte für das gleiche Werkzeug, unter anderem „Pressemitteilung“ und „Presseerklärung“. Das sind aber andere Formen, und beide haben ihre Nachteile. Wir dröseln den Unterschied für Sie in aller Kürze auf.

Von Andrea Rayers

Natürlich existieren neben „Pressemitteilung“ und „Presseerklärung“ noch andere Bezeichnungen, sogar in Fachbüchern: Manche sprechen von „Medieninformationen“ oder „Presseinfo“, andere wählen englische Begriffe wie „press release“ oder beschränken sich auf „News“ oder „Info“. Wir plädieren aber dafür, die seit Jahrzehnten etablierten Begriffe „Pressemitteilung“ und „Presseerklärung“ zu benutzen – dabei aber deren wesentlichen Unterschied zu berücksichtigen.

Im Prinzip ist es wie beim Hauskauf: Es hat seine Vorteile, wenn man sich auch um ein Grundstück bemüht. Das ist natürlich viel anstrengender und teurer, aber ohne Grundstück ist ein Hauskauf oft auch sinnlos. Wir schildern zunächst die Unterschiede und zeigen sie dann ganz konkret an Bildbeispielen.

Pressemitteilung:
Die Pressemitteilung ist im Idealfall nach der Nachrichtenpyramide aufgebaut und enthält direkt in den ersten Sätzen alle wichtigen Infos zur Neuigkeit. Im Textverlauf kommen kurze Zitate vor, in denen Sachstände eingeordnet oder bewertet werden.
Vorteil: Die Leserinnen und Leser sind in kürzester Zeit über das Wichtigste informiert. Wenn Sie Ihre Nachricht nach den Regeln einer Pressemitteilung verfassen und sie so der Redaktion auf dem Silbertablett präsentieren, haben Sie auch bei personell schlecht ausgestatteten Blättern gute Chancen, abgedruckt zu werden – der Bericht läuft dann manchmal unverändert ins Blatt bzw. auf die Website.
Nachteil: Platz für lange Statements bleibt nicht. Wenn Sie etwas wörtlich sagen möchten, sollten Sie sich in Ihren Zitaten relativ kurz fassen. Außerdem macht es natürlich mehr Mühe, eine handwerklich korrekte Pressemitteilung zu schreiben und gegebenenfalls den Kontext der Nachricht zu recherchieren.

Und jetzt im Vergleich dazu die Presseerklärung:

Presseerklärung:
Die Presseerklärung erhebt nicht den Anspruch, die wichtigste Nachricht in den Fokus zu stellen, sondern skizziert sie nur rudimentär. Stattdessen besteht die Presseerklärung hauptsächlich aus einem oder mehreren langen Zitaten von jemandem, der zu einem bestimmten Thema Stellung bezieht. Viele Politiker*innen, vor allem die MdB, bauen ihre Mitteilungen nach diesem Schema auf.
Vorteil: Sie haben viel Platz für das eigene Statement und können viele Argumente einbringen.
Nachteil: Die Redaktion bekommt nur Ihre Sichtweise auf den Schreibtisch. Das Drumherum, die eigentliche Nachricht und den Stand der Dinge muss sie sich im Zweifelsfall selbst erarbeiten. Das ist fehleranfällig und manchen Redaktionen zu viel Arbeit – und, noch schlimmer: Hat ein Konkurrent sich die Mühe gemacht und die Situation in einer Pressemitteilung aufbereitet, haben Sie das Nachsehen: Dann wird gerne die fertige Pressemitteilung – und somit die Sicht der Gegenseite – als Basis-Text genommen und im besten Fall mit einem kurzen Zitat von Ihnen ergänzt.

Und jetzt die Bildbeispiele, zunächst eine echte „Pressemitteilung“, samt inhaltlichem Framing (Grundstück sozusagen): Hier geht es nicht um die Position einer oder eines MdB beziehungsweise ein Zitat, sondern der Text bereitet diese Inhalte vor und moderiert sie. Das macht es Redaktionen viel leichter, den Text oder wesentliche Bestandteile davon zu übernehmen.

  Auch der folgende Text nennt sich „Pressemitteilung“. Genau genommen ist er aber nur eine „Presseerklärung“. Ihm fehlt das inhaltliche Framing bzw. Grundstück:

Wenn groß schreiben großer Mist ist …

Sehen wir Kleingedrucktes, sagt unser Gehirn: Dieser Teil des Textes scheint nicht die Hauptsache zu sein. Größere Schrift dagegen sagt uns: Achtung, hier kommt das Wichtigste! Aber selbst ganz große Läden wie Lidl ignorieren dieses einfache Designprinzip gern …

Von Hannah Molderings

Wenn Lidl einen seiner Läden wegen Umbaus schließt, greift das Personal gern auf ein Plakat zurück, um es seinen Kunden so sanft wie möglich beizubringen: „Wir sind weiter für Dich da“ heißt es darauf in großen Lettern. Dass der Laden in Wirklichkeit für ein Weilchen geschlossen bleibt, steht bloß im Kleingedruckten, siehe unser Foto:

Plakat im LIDL-Schaufenster
Wer jetzt nur die vermeintliche Hauptaussage gelesen hat, steht vermutlich bald vor geschlossenen Türen. Schuld sind die Gestalter, die eines der wichtigsten Prinzipien des Textdesigns ignoriert haben:

Was größer ist, wird als Hauptsache interpretiert. Was kleiner ist, wird somit zur Nebensache.

Wir alle tragen solche Interpretationsregeln in uns, haben sie von Kindesbeinen an gelernt und verinnerlicht. Beim Lesen wenden wir sie intuitiv an. Trotzdem gelingt es Plakatgestaltern nicht immer, diese Regeln adäquat umzusetzen. Auf Armin Laschets Plakat „Damit Deutschland stark bleibt“ zum Beispiel war typografisch die Hauptaussage: „Stark bleibt.“ Aber ist nicht eher gemeint: „Deutschland bleibt stark“? Mit etwas Naivität könnte man bei dem Plakat glauben, ein Politiker namens Stark solle im Amt bleiben …

CDU-Wahlplakat mit Armin Laschet

Sehr ähnlich lautete der Slogan von Markus Söder: „Damit Deutschland stabil bleibt“. Hier sind die Schriftgrößen gleichbleibend, aber der Fettsatz prägt die Kernaussage heraus: „Deutschland stabil“. Deutschland bleibt also stabil, während Bayern stark gemacht wird …

CSU-Plakat mit Markus Söder

Überfall scheitert an schlechter Schreibe

In einem Filmklassiker von Woody Allen war das ein Witz: dass ein Bankräuber an seiner Sauklaue scheitert. Jetzt erging es einem echten Ganoven am Niederrhein ganz ähnlich …

Der Text als Ausriss

In dem Film „Woody, der Unglücksrabe“ legte der Bankräuber wie in unserem Fall dem Bankangestellten einen Zettel hin: Er habe unter seiner Jacke eine Waffe auf ihn gerichtet. Der Angestellte liest aber falsch und fragt: „Eine Waffel soll auf mich gerichtet sein? Na und?“ Der Täter besteht darauf, dass es in seinem Text eben nicht „Waffel“, sondern „Waffe“ heiße. Das möchte der Bankangestellte aber erst mal von einem Kollegen begutachten lassen. Der findet allerdings auch, dass dort eindeutig Waffel stehe. Schließlich flüchtet Woody Allen in seiner Rolle als Gangster aus der Bank.

Der Kriminalfall vom Niederrhein spielt diese Szene ziemlich schön nach – allerdings ohne die lustige Diskussion des Personals. Und hier ging es offenbar eher um den Stil als um die Handschrift. Wenngleich der von den „Niederrhein-Nachrichten“ überarbeitete Polizeibericht mit dem Wort „abgehakte Worte“ selbst auf einige sprachliche Unsicherheit hindeutet.

Der Täter aus Sonsbeck jedenfalls wurde 20 Jahre nach seinem Überfall kürzlich gefasst – mithilfe der Fingerabdrücke auf dem besagten Zettel. Bestraft worden ist er übrigens nicht: Die Staatsanwaltschaft hielt ihm zugute, dass er seine Tat freiwillig im Versuchsstadium abgebrochen hatte. Indirekt hat den Mann sein abgehackter Stil also sogar gerettet …

Wikipedia-Texte helfen jetzt beim Einschlafen

Beim Einschlafen noch was lernen – das ist die originelle Idee eines Podcasts aus Berlin. Eine Frau und ein Mann lesen ausgewählte Wikipedia-Texte vor, zum Beispiel zu Punk oder Pommes. Eine Fastfood-Folge gibt‘s auch bei uns zu hören.

Von Stefan Brunn

Josefine Wozniak und Tilman Böhnke lesen für den Podcast regelmäßig kürzere Wikipedia-Texte ein. Die Dauer liegt zwischen fünf und dreißig Minuten. Natürlich hat man Themen ausgewählt, die sich für eine breite Zielgruppe eignen: zum Klettverschluss, zu Glühwürmchen oder über die Wikinger. Alle Folgen findet man unter https://einschlafen.podigee.io.

Ob man mit dieser Schlummerpedia tatsächlich einschlafen kann? Der Zeilenhacker hat’s am Beispiel „Frankfurter Küche“ am späten Abend getestet. Ergebnis: In 17 Minuten hat’s nicht geklappt! Vermutlich lag’s daran, dass dieser Wikipedia-Beitrag einfach interessant ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Küche

Aber machen Sie gern selbst den Test: