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Wann darf der Schrägstrich atmen?

Wer beim Schreiben einen Schrägstrich setzt, hat sich sicher auch schon mal gefragt: Gehört da noch ein Leerzeichen hin? Davor und danach? Eins davor, keins danach? Es gibt eine Regel dazu – aber auch gute Gründe, davon abzuweichen.

Von Andrea Rayers

Befragt man die beiden Regelwerke DIN 5008 und den Duden, erhält man ziemlich übereinstimmend die Antwort: Vor und nach einem Schrägstrich wird kein Leerzeichen verwendet. Aber: Ausnahmen sind gestattet!

Ohne Leerzeichen:
Die Regel lautet: Steht jeweils nur ein Wort vor und nach dem Schrägstrich, setzt man KEIN Leerzeichen.
Zum Beispiel: Herbst/Winter, Ein-/Ausgang, Rhein/Main

Mit Leerzeichen:
Von dieser Regel darf man aber abweichen, wenn mehrere Wörter oder Wortgruppen zueinander in Beziehung gesetzt werden. Dann kann man vor UND nach dem Schrägstrich ein Leerzeichen setzen, um das Ganze übersichtlicher zu gestalten und Missverständnisse zu vermeiden.
Zum Beispiel: Ende August / Anfang September, 60 Prozent / 40 Prozent

Das habe ich so nicht verneint!

Die doppelte Verneinung (Litotes) ist ein klassisches rhetorisches Mittel. Wer sagt: „Sie hat nicht wenig Talent“, der drückt vornehm aus, dass sie sehr viel Talent hat. Manche übertreiben es aber – und verheddern sich dann heillos in ihren Girlanden …

Von Stefan Brunn

Hä? Er hat es NICHT vollbracht, aus Fortuna NICHT Manchester City oder den FC Barcelona zu machen? Puh, da hat man als Leser:in Schwierigkeiten, dem Gedanken zu folgen … mal abgesehen von der Wortverwechslung „konstatieren“ mit „konsternieren“. Aber egal: Hauptsache Litotes, Hauptsache Angeber-Fremdwort!

Auch in folgendem Beispiel wird man den Eindruck nicht los, dass jemand sich besonders gekünstelt ausdrückt zulasten der Verständlichkeit:

Während hier theoretisch noch jemand den richtigen/gemeinten Sinn herausrätseln könnte („Herzog war ein Angeber“), verkehrt sich bei den folgenden beiden Beispielen der Sinn ganz offenbar ins Gegenteil dessen, was gemeint war:

Jedenfalls glauben wir nicht, dass Jean Asselborn wirklich die Abschaffung der Menschlichkeit fordert.

Dass sich aber jemand vom Deutschen Fußball-Bund auf fast Freud’sche Weise in seinen Verneinungen verirrt und am Ende sogar bekräftigt, der Verband unterhalte sehr wohl „schwarze Kassen“ – so viel Phantasie haben wir durchaus!

Warum Fertig-Nachrufe nicht fein sind

In den Medien ist es üblich, prominenten Menschen zu runden Geburtstagen ein Porträt zu widmen. Veröffentlicht werden diese Porträts oft schon weit vor dem Geburtstag. Diese Politik kann aber nach hinten losgehen. Wir zeigen ein peinliches Beispiel.

Von Stefan Brunn

Der Grund, warum Medien den Promis oft viel zu früh gratulieren, liegt im Wettbewerb: Keine Redaktion bringt gern Inhalte, die die Konkurrenz schon Tage vorher hatte. Was also tun? Man kommt den anderen Medien zuvor! Das hat aber einige Nachteile. Der schlimmste ist gerade bei dem Künstler Jean-Jacques Sempé („Der kleine Nick“) eingetreten, dessen Geburtstag die österreichische „Kleine Zeitung“ schon einige Zeit vor seinem 90. Geburtstag feierte. Allerdings wurde Sempé nicht 90: Wenige Tage vor seinem Geburtstag ist er leider gestorben. Noch am Tag danach konnte man in der Online-Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ seine Geburtstags-Gratulation lesen – peinlich!

Interessant ist aber auch, wie die Redaktion reagierte, als sie ihren Fehler bemerkte: Sie änderte nur das Allernotwendigste in Überschrift und Text

Vorher:

Nachher:

Kann man also ganz fix aus einer Gratulation eine Kondolation machen? Ist ein Nachruf nichts weiter als ein Geburtstagsporträt im Präteritum? Tatsächlich handhaben es sehr viele Redaktionen genau so, und zwar schon seit Jahrzehnten. Wenn jemand stirbt und man hat wenig Zeit, schnappt man sich den Text vom letzten runden Geburtstag und wandelt ihn ein bisschen ab. Aber ist das auch gut?

Nein, das ist alles andere als gut und schon gar nicht fein. Ein Nachruf ist dann ein guter Nachruf, wenn er nach dem Tod eines Menschen dessen Leben in der Rückschau angemessen rekapituliert und diesem einen Menschen dabei gerecht wird. Richtig gut wird er erst, wenn auch die Gefühle des Publikums aktiviert werden, wenn es den Wert dieses Menschen erkennt und wenn es manchmal sogar ein bisschen die Endlichkeit des Seins dabei spürt. Damit hat allerdings der Automatenjournalismus, wie er hier in aller Peinlichkeit sichtbar wurde, nicht das Geringste zu tun.

Die Regeln haben sich gegendert

Das Gesellschaftsspiel Scrabble hat einen neuen Stein eingeführt: Mit dem Genderstein, beschriftet mit *IN, will Hersteller Mattel ein Zeichen für gendergerechte Sprache setzen. Wie man an den Stein kommt und wie er im Spiel eingesetzt werden darf, erklären wir kurz und politisch korrekt.

Von Hannah Molderings

© Mattel Deutschland

Künftig lassen sich bei Scrabble also auch Wörter wie Forscher*in oder Leiter*in legen. Wird der Genderstein verbaut, bringt er 10 Punkte – genauso viel wie ein Q oder Y. Für besonders ehrgeizige Spieler:innen kann sich das Gendern also auszahlen.

Passend zum neuen Stein hat Mattel auch gleich eine Erweiterung des Regelwerks veröffentlicht: Der neue Stein darf nur bei personenbezogenen Substantiven verwendet werden, die in der Grundform auf –er oder –e enden. Auch für Berufe, Bewohner:innen oder Mitglieder von Gruppen kann er genutzt werden. Das Wort „Bindung“ beispielsweise darf demnach nicht mit dem *IN-Stein gelegt werden – hierzu braucht es weiterhin ein einzelnes I und N.

Jeder, der sich für den neuen Stein interessiert, kann kostenlos 4 Stück bei Mattel anfordern. Wir haben es auch mal probiert – aktuell muss man allerdings mit einer Wartezeit von bis zu 4 Wochen rechnen.

Weitere Infos: https://www.mattel.de/unsere-marken/scrabble-genderstein/

Einen wunderbaren Loriot-Sketch zum korrekten Anlegen bei Scrabble sehen Sie hier:

Ein Puma ist keine Großkatze!

In der Schule haben wir gelernt: Wortwiederholungen sind langweilig. Also greifen wir nach Wörterbüchern und suchen Synonyme. Das erhoffte Ergebnis: abwechslungsreiche Texte. Die mögliche Gefahr: inhaltliche Fehler und Verwirrung bei den Leser:innen!

Von Katrin Liffers

Ein Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) schilderte kürzlich das immer häufigere Auftauchen von Pumas in Großstädten, unter anderem in Los Angeles. Besonders ging es um den Umgang der Leute dort mit diesen „Großkatzen“. Großkatzen sind Pumas aber gar nicht, wie ein Leser des AP-Textes bemängelte: Zwar handele es sich um große Katzen, aber nach biologischer Klassifikation eben nicht um „Großkatzen“. Stattdessen gehörten sie zur Gruppe der Kleinkatzen. Für die Zuordnung in die Unterfamilien sei nämlich nicht ihre Größe ausschlaggebend, sondern ihr Verwandtschaftsverhältnis.

Ein Einzelfall, könnte man meinen. Tatsächlich passiert es jedoch häufig, dass ein Wort durch ein anderes ersetzt wird, das in seiner Bedeutung nicht mit dem ursprünglichen übereinstimmt. Der Text verliert dadurch an Genauigkeit oder, wie in unserem Beispiel, sogar an Korrektheit. Der Grund: Im Deutschen gibt es nur wenige Wörter, deren Bedeutung wirklich vollkommen deckungsgleich ist. Sogenannte „Vollsynonyme“ sind sogar äußerst selten.

Die Verwendung von Synonymen birgt aber auch noch eine andere Gefahr. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Ausdrücken kann die Leser:innen verunsichern und so das Textverständnis unnötig erschweren: Ist mit Bücherei und Bibliothek wirklich das Gleiche gemeint oder möchte mich die Verfasserin auf einen Bedeutungsunterschied aufmerksam machen?

Was lernen wir daraus? Natürlich sind abwechslungsreiche Texte angenehm zu lesen. Leiden dadurch jedoch Korrektheit oder Verständlichkeit, ist das übergeordnete Ziel der gelingenden Kommunikation fehlgeschlagen: Der Inhalt wird nicht mehr klar und korrekt vermittelt.
Sollte Ihnen in der Stadt nun einmal ein Puma begegnen, können Sie immerhin beruhigt ein: Es ist nur eine Kleinkatze! 😉

Warum Keks ein Lehnwort ist und kein Erbwort

„Cooles Shirt!“ Jeder im deutschen Sprachraum versteht diese Aussage, auch wenn die Wörter so gar nicht deutsch klingen. Aber was sind sie dann? Entlehnt, eingedeutscht? Fremdwort, Anglizismus? Wir räumen für Sie im Begriffs-Wirrwarr auf.

Von Andrea Rayers

Um zu beschreiben, woher unsere Wörter kommen, sortieren wie sie in drei Schubladen: Erbwörter, Lehnwörter, Fremdwörter. In welche Kategorie ein Wort gehört, erkennt man daran, wie stark es an die deutsche Sprache angepasst ist. Hier sind die drei Schubladen im Überblick:

Erbwörter
Erbwörter unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von den beiden anderen Kategorien: Sie sind nicht aus einer fremden Sprache übernommen worden, sondern haben ihre Wurzeln im Deutschen selbst – in der Sprache der Germanen. Allerdings stammen sie aus einer sehr alten Sprachstufe und haben sich über eine Sprachgeschichte von über 5.000 Jahren gehalten.

Beispiele für Erbwörter: Vater, Sonne, Hund, Huhn, Haustier, Nase

Lehnwörter

Lehnwörter stammen ursprünglich aus einer anderen Sprache, sind also entlehnt. Wir nehmen sie aber gar nicht als fremd wahr, weil sie sich in Aussprache, Schreibung und Flexion komplett an die deutsche Sprache angepasst haben. Man findet sie daher auch nicht im Fremdwörterbuch.

Beispiele für Lehnwörter: Fenster, Pferd, Keks, Tanz, Mauer, Küche, Frucht

Fremdwörter

Fremdwörter sind aus einer fremden Sprache nahezu unverändert übernommen worden. Sie haben sich also nicht – oder nur wenig – an die Aussprache, Schreibweise und Flexion des Deutschen angepasst. Viele Fremdwörter sind beispielsweise Anglizismen.

Beispiele für Fremdwörter: Baby, Computer, Internet, surfen, Thema, Portemonnaie, Ratatouille

Wozu Akkordeons auf Webseiten gut sind

Lange Texte auf Webseiten schrecken ab. Im Internet unternimmt man deshalb einiges, um Texte kürzer und übersichtlicher zu gestalten.  Neben sogenannten Akkordeons werden dazu auch Cluster-Techniken wie das Schichtkuchen-Prinzip oder der Lazy-Load verwendet. Wir zeigen sie im Bild!

Von Hannah Molderings

Akkordeons


Akkordeons (auch Spoiler genannt) sind dazu gedacht, Informationen hinter einer Schaltfläche zu verstecken – so lange, bis Nutzer*innen sich entscheiden, diesen Text auszuklappen und lesen zu wollen. Durch sprechende Überschriften gibt man einen guten Überblick über die Themenfelder, überfrachtet die Seite aber nicht. Es muss nicht endlos gescrollt und gelesen werden – gerade für kleinere Endgeräte ein großes Plus. Nachteile: etwas mehr Arbeit und angeblich schlechtere Position der weggeklappten Texte in Suchmaschinen.

Tabs


Tabs funktionieren ganz ähnlich wie Akkordeons. Der Unterschied: Hier werden die Oberthemen nebeneinander statt untereinander angeordnet. Im Grunde sind auch die Vorteile die gleichen: leicht konsumierbare Inhalte, mundgerecht vorbereitet. Nachteil: Auf schmalen Geräten passen die einzelnen Tabs oft nicht nebeneinander und rutschen dann in die nächste Zeile – einige Plugins wandeln die Tabs aber auf mobilen Geräten in Akkordeons um.

Infokästen

Durch Infokästen werden zwar keine Inhalte versteckt – sie helfen trotzdem dabei, Informationen leichter konsumierbar zu machen. Der Clou: Bestimmte Infos werden gezielt aus dem Haupttext herausgezogen und ausgelagert. Der Kasten hebt diese Infos gestalterisch vom Rest des Textes ab. Infokästen eignen sich also vor allem für Inhalte, die inhaltlich besser nicht Teil des Haupttextes sein oder besonders hervorgehoben werden sollen.

Schichtkuchen-Prinzip

Wenn Sie den Zeilenhacker fleißig verfolgen, sind Ihnen diese bunten Kästen sicher schon aufgefallen. Häufig bauen wir unsere Artikel nach dem sogenannten Schichtkuchen-Prinzip auf. Das heißt: Infos werden in kleinere Bereiche aufgeteilt und dann Schicht für Schicht präsentiert. Häufig wird dieses Prinzip auch für FAQ-Seiten genutzt. Der Vorteil dieser kleinen Info-Häppchen:  Jede/r kann sich die Infos rauspicken, die er/sie braucht. Wichtig: Das Schichtkuchen-Prinzip bringt nur einen Vorteil, wenn man sprechende Überschriften nutzt und sich auf kurze Texte beschränkt.

Lazy-Load

Auf Nachrichtenseiten wie dieser findet man diese Technik recht häufig. Zunächst lädt die Seite nur einen Teil der Inhalte. Scrollt man dann herunter, bilden sich weitere Inhalte aus. Das mag zunächst verwirrend erscheinen: Man glaubt, dass man bereits alle Inhalte überblicken kann und plötzlich wird die Seite immer länger und scheint gar kein Ende zu haben. Man simuliert also, dass das Ende der Seite schnell erreicht ist. Und man präsentiert seine Informationen in kleinen Portionen. Haben die Leser*innen den ersten Bereich gelesen, können sie selbst entscheiden, ob sie auch die nächsten Inhalte noch lesen wollen. Genervt vom Lazy-Load sind allerdings Leute, die auf einer Seite auch gern mal ein Ende erreichen. 😉

Auch ein Kanzler ist nur ein Stellvertreter!

Kürzlich konnte man bei zwei Gelegenheiten sehen, wie Bundeskanzler Olaf Scholz nicht bereit war, auf Fragen von Medienvertretern inhaltlich zu antworten. Er war auch nicht bereit zu erklären, warum er nicht antwortet. Wir zeigen die zwei Szenen im Kurzvideo.

Von Stefan Brunn

Hat Kanzler Scholz auch Tipps zum Energiesparen? from de

Ich, damals in der mündlichen Abiturprüfung from de

Auch ein Bundeskanzler ist nur ein Stellvertreter des Volkes. Er ist verpflichtet, uns sein Regierungshandeln öffentlich transparent zu erklären. Tut er es nicht, muss er wenigstens darlegen, warum nicht. Das ist das Mindeste, was man von ihm verlangen kann. Scholz‘ Antworten, ob man sie nun witzig oder patzig oder arrogant findet, sind für uns der Murx des Monats!

Ich möchte im Boden versinken!

In den sozialen Medien krakeelen viele anonyme Leute, was das Zeug hält. Wenn es zu einer Anzeige kommt, ändert sich der Ton schon mal erheblich. Wir zeigen das Beispiel eines Entschuldigungsbriefs, gerichtet an einen Arzt.

Von Stefan Brunn

Der Brief an ihn, den der oberbayrische Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Dr. Christian Lübbers auf Twitter veröffentlicht hat, bedarf eigentlich keines langen Kommentars. Zum Hintergrund nur so viel: Dr. Lübbers schreibt kritisch über Aspekte der Homöopathie und der alternativen Medizin und hat bei Twitter über 70.000 Follower. Besonders viele Hassnachrichten erhält er, seitdem er Kinder gegen Covid impft und darüber auf Twitter berichtet. Den besagten Entschuldigungs-Brief kommentierte er auf Twitter nur mit den Worten: „Kaum klopft die Staatsanwaltschaft an …“

Streckverben ziehen alles in die Länge und sind schlecht. Meistens.

Der Beamte kann eine Kalkulation vornehmen – oder kalkulieren. Der Sturm kann Verwüstungen anrichten – oder verwüsten. Meist sind die längeren Konstrukte stilistischer Murks. Manchmal sind sie aber auch notwendig. Das gesteht ihnen sogar Stilpapst Wolf Schneider zu …

Von Andrea Rayers

„Wir werden es in Erwägung ziehen und Verzicht leisten müssen“ – merken Sie was? In diesem Beispiel haben es sich zwei Streckverben bequem gemacht und geben dem Satz einen umständlichen, behördlichen Klang. Dabei kann man sie doch durch viel einfachere, schönere Verben ersetzen: erwägen, verzichten.

Streng genommen ist das Streckverb auch nicht nur ein Verb – darauf lässt schon der linguistisch korrekte Ausdruck „Funktionsverbgefüge“ schließen: Es ist eine Kombination aus Substantiv und Verb. Die eigentliche Bedeutung aus dem ursprünglichen Verb („beschließen“) geht dabei auf das Substantiv über („Beschluss“), und das nachfolgende Verb trägt keine eigene Bedeutung („fassen“).

Jedes Streckverb ist also ein Gefängnis für ein Verb, das Sie nach Möglichkeit befreien sollten. Denn, da sind sich alle Deutsch-Stilistiken einig, je mehr Substantive ein Text hat, desto hölzerner und schwerer zu verstehen wird er.

Doch selbst einer der kritischsten Sprachstil-Lehrer, der nahezu hundertjährige Wolf Schneider, verteufelt nicht per se alle Streckverben. In seinem Buch „Deutsch für Profis“ ruft er zur Differenzierung auf: „Für ‚Erfolg haben‘ besitzen wir kein Verb, und ‚jemanden zur Verzweiflung bringen‘ ist etwas anderes als ‚verzweifeln‘.“ Man muss also von Fall zu Fall Überlegungen anstellen – äh, überlegen.