Anlässlich der Corona-Lockerungswelle können auch viele Redewendungen wieder benutzt werden, die in der Krise unpassend waren. Wir klären auf, welche Idiome wieder erlaubt sind und welche nicht!
1. Fass Dir da mal lieber an die eigene Nase!
Erlaubt: Eigenkörperkontakt ist jetzt wieder möglich, wenn man sich gründlich die Hände wäscht.
2. Da müssen wir Hand in Hand arbeiten!
Erlaubt, aber nur mit einer Armlänge Abstand.
3. Dem werde ich aber was husten!
Erlaubt, aber natürlich nur mit Atemschutzmaske.
4. Das musst Du ihr ja nicht gleich unter die Nase reiben!
Nicht erlaubt. Besser auf die nächste Lockerungswelle warten.
5. Er hat seine Maske fallenlassen …
Erlaubt. Zwar sollten auch Schauspieler*innen etwas mehr Abstand zu den Kolleg*innen halten, aber sie müssen nicht mit Mundschutz spielen.
6. Und wenn die sich wieder in die Haare kriegen?
Erlaubt. Sowohl Friseursalons als auch der Deutsche Bundestag haben die Arbeit komplett wieder aufgenommen.
7. Das werden wir mit offenem Visier auskämpfen!
Teilweise erlaubt, nämlich in den kontaktlosen Sportarten.
8. Du willst denen das doch nicht einfach in den Rachen werfen?
Teilweise erlaubt. Tatsächlich bisher nur in der Auto- und Luftfahrtindustrie.
9. Mit dem muss man mal richtig auf Tuchfühlung gehen!
In NRW erlaubt, in anderen Bundesländern nicht! Grund ist die Systemrelevanz von Möbelhäusern in Nordrhein-Westfalen.
10. Das ist immer noch besser als in die hohle Hand geschissen!
Nicht erlaubt! Bitte verzichten Sie in den nächsten Monaten auf alles, was weitere Ansteckungen hervorrufen könnte.


Schild aus Wuppertal, das von Halle über 400 Kilometer entfernt ist … Gemeint ist: Uni-Halle.










Wir wollen Sie nicht mit Kritik an importierten Wörtern aus anderen Sprachen langweilen, Sie kennen die Leier der Denglisch-Hasser ja bestimmt auch. Was wir viel hässlicher finden: wenn diese Wörter zu unaussprechlichen Kombinationen gefügt werden.







Fast zwei Millionen Dokumente aus fast 25 Jahren „New York Times“ und „Die Zeit“ haben die vier Forscher Robert Jäschke, Jannik Strötgen, Elena Krotova und Frank Fischer auf der Suche nach sogenannten „Vossianischen Antonomasien“ untersucht. Diese rhetorischen Perlen kommen nicht allzu häufig vor, aber wenn, dann sorgen sie für viel Aufmerksamkeit. Kein Wunder, denn ihre Wirkung ist stark: Man kann damit Menschen ganz schön niedermachen oder erhöhen, je nachdem. „Er ist der Galileo Galilei der Formel 1“ oder „Das ist ein Steve Jobs für Arme“ sind Beispiele für derlei Vossianische Antonomasien.


