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Gepuscht, gelikt, gefakt: Anglizismen richtig schreiben

„Mein Post wurde schon 900 Mal gelikt!“ Manchmal überrascht uns die korrekte Schreibweise von Anglizismen. Auch englische Wörter müssen sich eben an die deutsche Grammatik halten – und das sieht manchmal fremd aus. Wir zeigen Beispiele und nennen die Regeln dazu.

Von Josephine Döhler

Unser Wortschatz verändert sich laufend. Viele neue Wörter sind Anglizismen, also Wörter, die aus dem Englischen ins Deutsche übernommen wurden. Dazu zählen zum großen Teil technische Begriffe, die für jede Sprache neu sind und aufgrund mangelnder Alternativen englisch bleiben.

Wenn man Anglizismen verwendet, muss man wissen, wie man sie richtig in die deutsche Sprache überträgt. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Zunächst die Grundlagen:

Substantive werden anders als im Englischen groß geschrieben: Download
Pluralformen werden mit -s gebildet, nicht mit -ies: Babys
Endet das Wort auf -er, dann gibt es keine Pluralendung: Newsletter

Kommen wir zu zusammengesetzten Anglizismen. Hier gilt meist: Zusammenschreiben! Entweder in einem Wort oder gekoppelt durch Bindestrich.

bei zwei Substantiven: Fulltimejob (Fulltime-Job)
bei Adjektiv und Substantiv: Hotspot (Hot Spot)
bei Adjektiv und Partizip: hardwareabhängig (Hardware-abhängig)
bei Prädikat und Partikel: Knowhow oder Know-how

Letzter Punkt: die Schreibweise von Eigennamen und Fachbegriffen.

Eigennamen, wie etwa Tower Bridge, werden nicht verändert! Das gilt aber wirklich nur für Eigennamen, damit sind nicht Fachwörter wie Collapse-Zone oder dergleichen gemeint. Will man diese unbedingt in der ursprünglichen Schreibweise belassen, verwendet man Anführungszeichen wie hier: „collapse-zone“.